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Mäharbeiten an Amperdämmen

02.07.2024

In Wetterphasen mit extremen Niederschlag sind Dämme ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzes. Um dies zu gewährleisten müssen die Dämme regelmäßig kontrolliert werden. So kürzen die Stadtwerke Fürstenfeldbruck in dem Zeitraum vom 8. bis 11. Juli 2024 die Sträucher, Gräser und Büsche an den Uferböschungen der Amper und an den Zufahrtswegen in Fürstenfeldbruck. Die Mäharbeiten werden pflanzen- und insektenschonend von einem für diesen Zeitraum beauftragten Dienstleister durchgeführt.

„Wir mähen bewusst Anfang Juli. Dann ist die Hälfte der Vegetationszeit – die von März bis Oktober geht – bereits vorüber und somit die Blühphase vieler Pflanzen beendet“, erläutert Jan Hoppenstedt, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck die Arbeiten. „Hauptbestandteil ist der Einsatz eines Balkenmähers, der die Vegetation in einer vorgegebenen Höhe schneidet. Im Anschluss bleibt das Mähgut für ein paar Tage zum Aussamen liegen. In dieser Zeit können die Insekten weiterfliegen.“ 

Dammschutz
Im Nachgang werden die Dammflächen kontrolliert. Dies ist notwendig, da die Dämme entlang der Amper vor Hochwasser schützen und zugleich als Haltebereich für das aufgestaute Wasser zur regenerativen Energieerzeugung dienen. Die Stadtwerke als Betreiber der beiden Wasserkraftwerke in Fürstenfeldbruck und Schöngeising müssen die technischen Anforderungen an den Betrieb und den Unterhalt der Dämme gewährleisten. Neben der geforderten Vegetationspflege gehört die Überprüfung auf Standsicherheit, auf Schäden wie Hangrutsch oder Durchlässigkeit und auf den Befall durch Wühltiere dazu. Hiermit erfüllt das Versorgungsunternehmen die Vorgaben der technischen Gewässeraufsicht des Wasserwirtschaftsamtes. 
„Der Pflanzenwuchs ist nun so stark gewachsen, dass wir keine direkte Sicht auf die Dämme haben, ergänzt Hoppenstedt. „Eine Kontrolle wird somit immer schwieriger. Würden wir die Mahd nun weiter in den Herbst verschieben, so könnten wir drei bis vier Monate nicht kontrollieren. Dies wäre fahrlässig. Es gibt also keine Alternative, um unsere Verantwortung für Gewässerunterhalt und Hochwasserschutz zu erfüllen.“

Mähvorgang
Das Wurzelwerk von Weiden und anderen Sträuchern ist weitreichend und kann sich auch durch den Dammkörper ziehen. Die Standsicherheit wäre gefährdet, wenn diese nicht zweimal im Jahr vollständig zurückgeschnitten werden. In Absprache mit den verschiedenen Umweltverbänden und unter hohem Kostenaufwand wurden die Mähart und der Zyklus an deren Vorgaben angepasst. Ebenso versucht das lokale Versorgungsunternehmen, die Hinweise der unteren Naturschutzbehörde bei den Mäharbeiten umzusetzen und invasive Arten wie Sommerflieder und Goldrute von den Flächen zurückzudrängen. Im Weiteren versuchen die Stadtwerke blühende Pflanzen an unkritischen Stellen stehen zu lassen, um einen Kompromiss zwischen Insektenschutz und Dammsicherheit zu finden.