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20 Jahre Regionalbeirat

05.01.2024

Gemeinden bei Energiefragen beraten – dies war damals die Motivation der Stadtwerke Fürstenfeldbruck ein Gremium zu initiieren und die energiepolitischen Wünsche der Kommunen zu erfüllen. So entstand der Regionalbeirat, der nun sein 20-jähriges Bestehen feiert. Bei der letzten Sitzung Ende November tauschten sich die Mitglieder zum Status-quo der lokalen Energiewende und zum Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen aus. 

„Wir freuen uns über das langjährige Bestehen dieser Kooperation. Durch den kontinuierlichen Dialog konnten wir eine Vielzahl zukunftsweisender Projekte auf den Weg bringen und die Gemeinden zu ihren Energieverbräuchen beraten“, unterstreicht Jan Hoppenstedt, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, die Wichtigkeit des Beirates. Michael Klotz, Stellvertreter des Vorsitzenden des Regionalbeirates, fügt dem hinzu: „Rückblickend haben wir vieles erreicht: Der Gremienaustausch ermöglicht eine gemeinsame Entwicklung bei Energiethemen und eine konstruktive Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus.“ 

In der Sitzung entschieden sich alle Gremiumsmitglieder für den Aufbau und den Einsatz eines Energiemonitors für ihre Kommune. Mit diesem kann die aktuelle regenerative 
Energieerzeugung im Gemeindegebiet dargestellt werden. Darüber hinaus ist es möglich, die Erzeugung mit dem derzeitigen Verbrauch durch Industrie, kommunalen Anlagen und privaten Haushalten sowie dem Strombezug aus dem Netz in Relation zu setzen. Dadurch wird der prozentuale Anteil der Eigenversorgung, die regionale CO2-Einsparung sowie der erzeugte Strommix ersichtlich. Diese Parameter sollen jeder Gemeinde helfen, ihre lokale Energiewende gezielt voranzutreiben.  

Historischer Rückblick  
Für die Stadtwerke war und ist ein intensiver Informationsaustausch mit den umliegenden Gemeinden wichtig. Demzufolge entstand im März 2004 der sogenannte Regionalbeirat der Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH zusammen mit der Stadt und den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden. Ziel ist es, die versorgungswirtschaftlichen Interessen von ca. 80.000 Bürgerinnen und Bürgern unter der Fahne der Stadtwerke Fürstenfeldbruck umzusetzen. Heute sind im Regionalbeirat die Bürgermeister der 23 Konzessionsgemeinden und der Stadt Fürstenfeldbruck vertreten.  

Projekte mit Zukunftscharakter 
Damals wie heute, sind unterschiedliche Projekte wie die Nutzung von Geothermie, die Gewinnung von Biogas, der Abschluss von Wasserkonzessionen oder die regenerative 
Energieerzeugung von Bedeutung.  

Ein Highlight der kommunalen Zusammenarbeit stellt die Erneuerung der Straßenbeleuchtung dar. Seit 2009 rüsten die Stadtwerke – durch die Förderung vom Regionalbeirat – die damaligen HQL-Leuchtkörper (Quecksilberlampe) sukzessive auf NAV-Leuchten (Natriumlampe) und nun aktuell auf LED- Leuchten um. Zudem sind die neusten Straßenlaternen mit einer Schnittstelle für die Installation von Bewegungsmelder versehen. Mit diesem kann der Energieverbrauch zusätzlich auf rund 20 Prozent pro Beleuchtungskörper reduziert werden, da nur bei Bewegung das Leuchtmittel einschaltet. 

Von den annähernd 12.000 Straßenbeleuchtungen sind mittlerweile rund 8.500 Leuchtkörper umgestellt. Durch den Austausch von HQL- bzw. NAV- auf LED-Leuchtkörper können bis zu 70 Prozent Strom eingespart werden.